MARIA RAKEL Das Gewicht der Zeiten


MARIA RAKEL

Im Kölner Severinsviertel geboren, bin ich auch dort aufgewachsen. Studium in Aachen, berufliche Tätigkeit als Lehrerin an Grund- und Hauptschulen und als Lehrerin an Sonderschulen in Berlin. Schon während der Kindheit hatte mich die Weberei in ihren Bann gezogen und ich verlor sie nie ganz aus den Augen. Irgendwann stand dann ein Spinnrad vom Trödelmarkt in meinem Wohnzimmer und ein großer Kontermarschwebstuhl im Schlafzimmer unter dem Hochbett; beide Geräte ohne Gebrauchsanleitung. Deshalb verbrachte ich jede freie Minute an oder unter dem Webstuhl, versuchte auszutüfteln, wie sich damit Stoffe weben liessen. Eines abends, ich hockte wieder einmal im Innern dieses Webstuhls, saß mir eine junge Frau in mittelalterlicher Kleidung gegenüber, die mit derselben Arbeit beschäftigt war, wie ich. Es war nur ein kurzer Augenblick, aber diese Begegnung habe ich nie vergessen und sie gab mir die Idee für diesen Roman. Bevor ich ihn jedoch schreiben konnte, mischte sich das Leben ein, stellte meine bisherige Welt auf den Kopf und mein Hobby wurde zum Beruf. In Berlin eröffnete ich ein Atelier für Seidenmalerei und Handweben. Nach einigen erfolgreichen Jahren nahm mein Leben eine weitere Wendung, die mich
für viele Jahre nach Kanada brachte. Weit ab vom städtischen Trubel und umgeben von Wald und Meer richtete ich wieder ein Atelier für Textildesign mit Schwerpunkt Weberei ein. Nebenher führte meine tief verwurzelte Leidenschaft für Geschichte, verbunden mit der Tätigkeit als Weberin, zu immer ausgedehnteren Nachforschungen über die Geschichte der Weberei. Das Bild zweier Weberinnen, eine im Mittelalter, eine in der heutigen Zeit, die mithilfe eines Webstuhls als „Zeitmaschine“ sich über Jahrhunderte hinweg begegnen und miteinander kommunizieren, hatte ich ja schon lange vor Augen. Folglich richteten sich meine Recherchen nun insbesondere auf die mittelalterlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Textilproduktion. Dabei entdeckte ich, dass diese Welt weder so dunkel, rückständig oder so beschaulich war, wie sie manchmal beschrieben wird. Statt dessen fand ich eine dynamische Epoche des Umbruchs, rapider Innovationen und Veränderungen mit vielen Parallelen zur heutigen Zeit. Mein Respekt für die Errungenschaften, die Kreativität der Menschen, besonders der Weberinnen dieser Ära, wuchs. Ihre Arbeitswelt, die Weberei, als die produktive, fordernde und anspruchsvolle Tätigkeit zu schildern, mit der Frauen wesentlich zum familiären und gesellschaftlichen Reichtum beitrugen, wurde mein Anliegen. In den langen Wintermonaten in Kanada begann ich endlich, die Geschichte der beiden Weberinnen niederzuschreiben. Zurück in Berlin – nach einer weiteren Wendung in meinem Leben - habe ich wieder ein Webatelier eröffnet und arbeite außerdem an der Fortsetzung der Geschichte dieser beiden Frauen.

DAS LINK zum eBook oder Taschen-BUCH:
http://www.amazon.de/dp/3000599681


Bitte besuchen Sie mich auch auf meiner Atelier-Website:
www.mariarakel.com
Kontakt: mariarakel@mariarakel.com

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